Archiv der Kategorie: Kurzmeldungen

Wer zieht ins Schloss Bellvue? Auf diese Stimmen kommt es an

Das Bundesinnenministerium hat den Stimmenschlüssel für die Bundesversammlung am 30. Juni erstellt:

Baden-Württemberg 79 Mitglieder
Bayern 95 Mitglieder
Berlin 25 Mitglieder
Brandenburg 20 Mitglieder
Bremen 5 Mitglieder
Hamburg 13 Mitglieder
Hessen 45 Mitglieder
Mecklenburg-Vorpommern 13 Mitglieder
Niedersachsen 62 Mitglieder
Nordrhein-Westfalen1 133 Mitglieder
Rheinland-Pfalz 31 Mitglieder
Saarland 8 Mitglieder
Sachsen 34 Mitglieder
Sachsen-Anhalt 19 Mitglieder
Schleswig-Holstein 22 Mitglieder
Thüringen 18 Mitglieder

Die Landtage wählen die auf das jeweilige Land entfallenden Mitglieder der Bundesversammlung nach dem Verhältniswahlrecht. Aufgrund der Zusammensetzung des Deutschen Bundestages sowie der Landesparlamente nach dem Stand der jeweils letzten Wahl ergibt sich, sofern in Nordrhein-Westfalen die Wahl nach Konstituierung des neuen Landtages am 9. Juni 2010 erfolgt, voraussichtlich folgende Zusammensetzung der 14. Bundesversammlung nach Parteien:

CDU und CSU1 497 – 499 Mitglieder
SPD 333 – 334 Mitglieder
FDP 147 Mitglieder
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 127 Mitglieder
DIE LINKE 124 – 125 Mitglieder
Sonstige 14 Mitglieder
Summe 1244 Mitglieder

Losentscheid in zwei Landtagen erforderlich (§ 4 Abs. 3 BPWahlG)

Wo bekommt man am wenigsten Spam?

Kunden des E-Mail-Dienstes Yahoo bekommen die wenigsten unerwünschten Werbemails. Nur knapp dahinter platziert sich Microsofts Service Hotmail. Zu diesem Ergebnis kommt das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) in seiner jüngsten Studie. Das Institut untersuchte, wie stark man als Kunde der beliebtesten deutschen kostenfreien E-Mail-Dienste von unerwünschter Werbung betroffen ist. Google landete auf Platz drei, und die schlechtesten Bewertungen erhielten die Angebote von WEB.de und GMX.

95 Prozent aller E-Mails sind Spam. Die Anbieter von E-Mail-Diensten versuchen, diesen elektronischen Werbemüll automatisch auszusortieren. „Wir wollten wissen, bei welchen E-Mail-Diensten man mit der kleinsten Anzahl von Spam zu rechnen hat“, sagt Studienleiter Dr. Markus Schneider vom Fraunhofer SIT. Dazu legten Testpersonen E-Mail-Accounts bei den kostenlosen Anbietern an und prüften anschließend, wie viel Werbung in den elektronischen Postfächern landete. Während Yahoo-Nutzer im Testzeitraum insgesamt nur 8 und bei Hotmail lediglich 13 Spam-Nachrichten erhielten, landeten bei GMX 116. Dazu zählen auch die Werbemails der Dienste-Anbieter selbst. „Wir gehen nicht davon aus, dass man von dem eigenen Dienstanbieter lieber oder häufiger Werbung empfangen möchte als von anderen“, sagt Schneider. Aber selbst wenn man diesen internen Spam vernachlässigt, erreichten die Test-Konten bei GMX noch 36 Mails, bei Web.de 21, bei Hotmail und Yahoo nur 10 bzw. 8 Mails.

Bei der Untersuchung wurde darauf geachtet, dass für alle betrachteten Dienstanbieter die gleichen Rahmenbedingungen gelten. Auch für die registrierten E-Mail-Adressen gab es genaue Regeln, wobei ein Teil der E-Mail-Adressen absichtlich im Internet publik gemacht wurde, damit sie von den Spam-Versendern gefunden werden konnten.

In der Studie sind auch Empfehlungen enthalten, um nach Möglichkeit nicht zu sehr in das Visier von Spammern zu geraten. Sie steht zum Download bereit

Quelle: idw

Immer mehr Vollzeit-Jobs werden abgebaut

Bei den Vollzeitbeschäftigten war im dritten Quartal 2009 ein Rückgang von 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen, berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Im zweiten Quartal lag der Rückgang gegenüber dem Vorjahr erst bei 0,8 Prozent.

„Flexible Arbeitszeiten und Kurzarbeit haben zwar auch im dritten Quartal die Wucht der Wirtschaftskrise am deutschen Arbeitsmarkt abgefangen, allerdings nicht mehr so stark wie in den beiden vorhergehenden Quartalen“, betonen die IAB-Arbeitsmarktforscher Hans-Uwe Bach und Eugen Spitznagel. Der Stand auf den Arbeitszeitkonten sei nur noch wenig abgeschmolzen. Die Zahl der Kurzarbeiter sei spürbar gefallen. Sie belief sich im Monatsdurchschnitt des dritten Quartals 2009 schätzungsweise auf rund 1,15 Millionen. Im zweiten Quartal lag der Durchschnitt noch bei knapp 1,5 Millionen. Bei den Kurzarbeitern fiel ein Drittel der normalen Arbeitszeit aus. Auf alle Arbeitnehmer umgerechnet waren das im dritten Quartal 3,7 Arbeitsstunden, nach 4,4 Stunden im zweiten Quartal.

Die Vollzeitbeschäftigten hängen stärker als die Teilzeitbeschäftigten von der Konjunktur ab, so die Nürnberger Arbeitsmarktforscher. Die Teilzeitbeschäftigung lag im dritten Quartal sogar 1,9 Prozent über dem Stand des Vorjahrs. In den vom Konjunktureinbruch stark betroffenen Branchen der Industrie sei Teilzeit vergleichsweise wenig verbreitet, erklären die IAB-Forscher. In den bislang weitgehend verschonten Bereichen privater, sozialer und öffentlicher Dienstleistungen liege der Teilzeitanteil dagegen deutlich höher.

Im Ganzen wurden im dritten Quartal 2009 je Erwerbstätigen 351,5 Arbeitsstunden geleistet, 12,1 Stunden oder 3,3 Prozent weniger als im dritten Quartal 2008. Der Rückgang der Arbeitszeit war damit merklich schwächer als im zweiten Quartal (-17,9 Stunden oder -5,2 Prozent).

Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen – das ist die Summe aller geleisteten bezahlten Arbeitsstunden – schrumpfte mit 3,5 Prozent stärker als die Arbeitszeit, denn die Zahl der Erwerbstätigen lag im dritten Quartal erstmals seit vier Jahren unter dem Vorjahresniveau (-0,2 Prozent). Da die gesamtwirtschaftliche Produktion um 4,7 Prozent kleiner war als im Vorjahr, verringerte sich die Produktivität je Arbeitsstunde zum fünften Mal in Folge. Mit 1,3 Prozent war der Rückgang jedoch deutlich geringer als in den beiden Quartalen vorher (2 Prozent bzw. 3,5 Prozent).

Die tarifliche bzw. betriebsübliche Arbeitszeit der Vollzeitbeschäftigten nahm schätzungsweise um durchschnittlich 0,5 Stunden gegenüber dem Vorjahresquartal ab und lag im dritten Quartal 2009 bei 37,9 Wochenstunden. Die Arbeitnehmer leisteten im dritten Quartal 2009 wöchentlich knapp 0,7 bezahlte Überstunden, gut 0,2 Stunden weniger als im Vorjahr. Erfahrungsgemäß kommen zu den bezahlten in ungefähr der gleichen Größenordnung unbezahlte Überstunden hinzu.

Die Krankenstandsquote war mit rund 3,3 Prozent auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahresquartal.

Quelle: IAB

Afrikanischer Flüchtlingsschutz

Am vergangenen Samstag hat die Afrikanische Union (AU) ein Abkommen mit weitreichenden Folgen verabschiedet: 46 der 53 Mitgliedstaaten der in der AU organisierten afrikanischen Staaten garantieren über 17 Millionen Flüchtlingen und Vertriebenen auf dem Kontinent Schutz, in dem sie Hilfsmaßnahmen für Flüchtlinge zur Pflicht machen.

Der afrikanische Kontinent beherbergt weltweit die meisten Flüchtlinge, die zumeist als so genannte „Binnenflüchtlinge“ in ihren Heimatländern unterwegs sind. Laut dem neuen Abkommen sollen ältere Flüchtlingen spezielle Hilfsmaßnahmen gewährt werden. Bevor die Konvention in Kraft treten kann, müssen mindestens 15 AU-Staaten das Dokument ratifiziert haben.

Auf der Suche nach „dauerhafte Lösungen für die tieferen Ursachen“ (Tarsis Kabwegyere, ugandischer Minister für Flüchtlinge) des Flüchtlingsproblems benannten die Verfasser des Abkommens den Klimawandel als weitere Ursache für die Flüchtlingsbewegungen: „Das Wichtige an diesem Abkommen ist, dass es sowohl den Klimawandel als auch Konflikte als Ursache für Vertreibungen berücksichtigt“, sagte UN-Flüchtlingskommissar Antonio Guterres. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) begrüßte die Vereinbarung als „historisch“, erwartete aber laut der Nachrichtenagentur AFP keine unmittelbaren Auswirkungen für die Flüchtlinge.

Zwei Brennpunkte der Konflikte auf dem afrikanischen Kontinent, die auch in europäischen Medien immer wieder thematisiert werden, sind der seit 1992 andauernde Bürgerkrieg in Somalia und die, an Völkermord grenzenden, Auseinandersetzungen in Dafur, im Süden des Sudans. (atz mit Material von AFP)

Pressefreiheit: Deutschland auf Platz 18

„Es ist beunruhigend festzustellen, dass demokratische Staaten wie Frankreich, Italien oder die Slowakei jedes Jahr weitere Plätze in der Rangliste verlieren“. Mit diesem Zitat beschreibt Jean-François Julliard, Generalsekretär von Reporter ohne Grenzen (ROG), die Rangliste der Pressefreiheit 2009. Deutschland landet dabei auf Platz 18 und verbessert sich gegenüber dem Vorjahr um zwei Plätze.

Hauptgrund für die Position sei das im Januar 2009 in Kraft getretene BKA-Gesetz, das dem Bundeskriminalamt die Möglichkeit der Durchführung von Online-Durchsuchungen und Überwachung der Telekommunikation einräumt. Darüber hinaus entdeckten die Reporter ohne Grenzen auch „Tendenzen der Pressekonzentration, der immer noch unzureichende Zugang zu öffentlichen Informationen sowie vereinzelte Fälle von körperlichen Übergriffen auf Journalisten“.

Die Organisation, die sich für Meinungs- und Informationsfreiheit einsetzt, nahm in ihren Untersuchungen die Situationen in Iran (Wiederwahl von Staatspräsident Ahmadineschad), Israel (Gaza-Krieg) und den USA (Amtsantritt von Barack Obama) genauer unter die Lupe.

Durch die Herabstufung einiger europäischer Länder – darunter Spanien und die Slowakei (beide 44) – und der gleichzeitigen Verbesserung der Situation für Presse- und Medienvertreter konnten einige afrikanische – Mali (30.), Südafrika (33.) und Ghana (27.) – sowie lateinamerikanische Staaten – Uruguay (29.) und Trinidad und Tobago (28.) – Boden gut machen.

Dennoch kommen Reporter ohne Grenzen zu dem Fazit, dass trotz bedeutender Abwärtsbewegungen europäische Staaten weiterhin die Mehrheit der ersten 20 Plätze besetzt. Und dennoch: „Europa sollte eine Vorreiterrolle bei der Gewährung von bürgerlichen Freiheiten spielen. Wie können europäische Staaten Verstöße gegen die Pressefreiheit in der Welt verurteilen, ohne sich auf dem eigenen Territorium vorbildlich zu verhalten? Pressefreiheit muss überall in der Welt mit der gleichen Energie und Beharrlichkeit verteidigt werden“, forderte Julliard. (atz) mit Material von Reporter ohne Grenzen

Weitere Informationen findet ihr bei Reporter ohne Grenzen.

Strafe bereits verbüßt? Bundesverfassungsgericht prüft Demjanjuk-Prozess

30. November 2009: Die Staatswanwaltschaft München I klagt den 89-jährigen John „Iwan“ Demjanjuk wegen Beihilfe zum Mord in 27.900 Fällen an. Dieses Szenario schien bis vor wenigen Tagen Gewissheit zu sein. Doch die Verteidigung wagt einen letzten Vorstoss, den Prozess doch noch zu verhindern.

Nach einem monatelangen Rechtsstreit (e-politik berichtete) wurde Demjanjuk nach Deutschland ausgeliefert. Die deutschen Behörden werden ihm vor, 1943 für ein halbes Jahr KZ-Wächter im NS-Vernichtungslager Sobibor gewesen sein und damit sich aktiv am NS-Regime beteiligt zu haben. In diesen sechs Monaten soll er mitgeholfen haben, 27.900 Menschen in die Gaskammern zu schicken.

Um den nahezu sicheren Prozessauftakt zu verhindern, reichte Demjanjuks Anwalt Ulrich Busch eine Verfassungsklage per Eilantrag beim Bundesverfassungsgericht ein. Die Richter in Karlsruhe sollen darüber entscheiden, ob Deutschland überhaupt einen Strafanspruch erheben darf. Ulrich argumentiert, dass sein Mandant wegen einer Verurteilung in Israel bereits sechs Jahre im Gefängnis sass – und ein höheres Strafmaß bei dem aktuellen Prozess nicht zu erwarten sei. Gleichzeitig fordert Ulrich die sofortige Freilassung Demjanjuks.

Den juristischen Kniff hält die Nebenklagevertretung für nicht ausreichend, um einen Prozess zu verhindern. In einer Erklärung der betrauten Rechtsanwälte heißt es, Demjanjuks Haft in Israel wurde mit dem letztlich falschen Vorwurf begründet, er habe im Konzentrationslager Treblinka Kriegsverbrechen begangen. Die Vorwürfe gegen ihn hinsichtlich seiner Stationierung in Sobibor wurden nicht verhandelt und könnten demnach auch nicht angerechnet werden.

Auch wenn der Sachverhalt seit nunmehr einer Woche in Karlsruhe vorliegt, wurde noch nicht über die Beschwerde entschieden. In einem ähnlich gelagerten Fall scheiterte in der letzten Woche eine Verfassungsklage: Neben Demjanjuk und nach der Verurteilung von Josef Scheungruber zu lebenslanger Haft steht auch der 88-jährige Heinrich Boere wegen dreifachen Mordes während des 2. Weltkrieges vor Gericht.

Der Schlußfolgerung der Nebenklage wird sich wohl auch das Bundesverfassungsgericht anschließen. Kaum werden sich die Karlsruher Richter innerhalb weniger Wochen widersprechen und einen Prozess gegen Boere zulassen und gegen Demjanjuk verhindern. Vor allem durch die schwierigen Monaten bis zur Auslieferung Demjanjuks und der lange anhaltenden Diskussion um den Gesundheits- und Vernehmungszustand des Angeklagten ist es schwer vorstellbar, dass der Prozessauftakt am 30. November nicht stattfinden wird. Zudem wäre es auch international schwer zu vermitteln, wenn im letzten Moment ein „Nein“ des Bundesverfassungsgerichts die bereits in Kritik geratene Münchner Staatsanwaltschaft zurückpfeifen würde.

Den deutschen Gerichten in Aachen und München blüht demnach ein heißer Herbst, in dem die deutsche Aufklärung von NS-Verbrechen auch unter internationaler Beobachtung stehen und die Frage beantwortet wird, wie sich Deutschland mit seiner Vergangenheit gerichtlich auseinandersetzt. (atz)

Neues Stipendium für Architekturstudenten

Für das Sommersemester 2009 vergeben DETAIL, die internationale Zeitschrift für Architektur, und die Sto-Stiftung, Stiftung zur Förderung junger Menschen aus dem Bereich Bauwesen und Architektur, erstmals das DETAIL Stipendium. Das Stipendium richtet sich an vier Studierende der Fachrichtung Architektur an deutschsprachigen Hochschulen, die den Regelabschluss (Diplom-Ingenieur / Master) anstreben. Es beinhaltet 500 Euro/Monat über einen Förderungszeitraum von drei Jahren ab dem Sommersemester 2009 sowie Praktika in international namhaften Architekturbüros und Industrieunternehmen.

Bewerbungsschluss für das Sommersemester 2009 ist der 9. März 2009.

weitere Informationen

Washington: Facelift and hope

Amerika hat sein neues altes Gesicht. Es ist, so wünscht der 44. Präsident in seiner Inaugurationsrede, das Gesicht eines Freundes aller Nationen und Menschen, die „Frieden und Würde“ suchen.
Am 20. Januar 2009, dem ebenso kühl geplanten wie heiß ersehnten Tag der Inauguration, gilt die Freude und Freundschaf erst einmal ganz Barack Hussein Obama. Gespannt wartet die Welt auf seinen multimedial ausgestrahlten Anblick, um die hochgesteckten Erwartungen mit ersten Eindrücken abzugleichen – und im perfekten Bild nach Fehlern zu suchen. Die erste Hürde lauert schon beim Amtseid: Der Auserwählte kann die sieben Silben seines Namens kaum abwarten. Voreilig und vorbildlich vorbereitet fällt er seinem Vorsager vom obersten Gerichtshof während der Metamorphose zur Nr. 1 erst ins Wort und kennt dann den Text des Schwurs besser als Justice Robert selbst. Hätte der ihm nur die Bibel hingehalten, hätte Obama sicher souveräner gelobt, seinem Land zu dienen. Welch sympathische Irritation bei so viel perfekt einstudierter Langatmigkeit! Und wie irrelevant, wo nur Taten den „Change we believe in“ bewirken können. Denn die politischen Herausforderungen nennt Obama klarsichtig „echt, ernst und zahlreich“. Hinter der aktuellen, ramponierten Oberfläche Amerikas sieht er dessen guten Kern bewahrt: Patriotismus legt Obama seinem nationalen Millionenpublikum ebenso ans Herz wie harte Arbeit, Ehrlichkeit, Mut, Fairness, Toleranz und auch Neugier. Heute lieben die USA und die Welt dieses Amerika mit dem alten, neuen Gesicht. Bleibt zu hoffen, dass an der Begeisterung mehr dran ist als wasserlösliches Make-up.

Ausschreibung n-ost-Reportagepreis 2009

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AUSSCHREIBUNG: n-ost-Reportagepreis 2009
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gründlich recherchieren – mutig schreiben – Osteuropa sichtbar machen

OSTEUROPA SICHTBAR MACHEN

n-ost schreibt zum dritten Mal den n-ost Reportagepreis aus.

Mit der Auszeichnung möchte n-ost den Ländern und Menschen des östlichen
Europas in der deutschsprachigen Berichterstattung ein stärkeres Forum
geben. Dabei will der Verein insbesondere dem Genre Reportage ein
größeres Gewicht verleihen und Räum schaffen für aufwändige Recherche
und journalistisch genaue Arbeit. Talentierte Autorinnen und Autoren
werden ermutigt, sich für eine grenzüberschreitende Berichterstattung
einzusetzen.

HINTERGRUND

Das Internet sowie neue Medienformate machen die Berichterstattung immer
schnelllebiger. Viele Innovationen stellen eine große Bereicherung dar,
doch zu einer aufwändigen Recherche fehlt es Journalistinnen und
Journalisten zunehmend an Zeit und Geld. Eine qualitativ hochwertige
Berichterstattung, die vor Ort recherchiert ist, die aufrüttelt und
Problembewusstsein schafft, die Menschen genau, einfühlend und mit der
nötigen Distanz beschreibt, wird immer seltener. Ganze Ortschaften und
Regionen des östlichen Europas geraten auf diese Weise trotz
EU-Erweiterung in Vergessenheit.

DIE AUSSCHREIBUNG

Der n-ost Reportagepreis 2009 wendet sich an Journalistinnen und
Journalisten, die durch ihre engagierte Arbeit die öffentliche
Wahrnehmung von Mittel-, Ost- oder Südosteuropa erhöhen. Prämiert werden
Texte, in denen ein mittel-, ost- oder südosteuropäisches Thema
gründlich recherchiert und in Form einer klassischen Reportage
dargestellt wurde: Die Reportage lebt von der Authentizität, die den
Leser miterleben lässt. Ihr Thema ist genau beobachtet und detailliert
beschrieben, der Text ist in Sprache und Stil herausstechend.

Die Ausschreibung des Preises endet am 15. April 2009. Die Gewinner
werden im Oktober 2009 bekannt gegeben.

PREISE

Dotiert ist der n-ost-Reportagepreis mit 2.500 Euro (1. Preis), 1.000
Euro (2. Preis) und 500 Euro (3. Preis). Die drei Prämierten nehmen
außerdem an der n-ost Medienkonferenz im Herbst 2009 teil. Dort wird der
Preis in feierlichem Rahmen verliehen.

TEILNAHMEBEDINGUNGEN

Bewerben können sich Redakteurinnen und Redakteure aller Ressorts, freie
Journalistinnen und Journalisten, Volontärinnen und Volontäre sowie
Schülerinnen und Schüler an Journalistenschulen. Außerdem können
Reportagen nominiert werden. Die eingereichten Arbeiten müssen zwischen
dem 1. April 2008 und dem 31. März 2009 erschienen sein. An den
vorgelegten Reportagen sollten nicht mehr als zwei Autoren beteiligt
sein. Neben Beiträgen aus deutschsprachigen Tages- und Wochenzeitungen
werden auch Reportagen aus Online-Medien und Artikel aus Zeitschriften
berücksichtigt. Ausgeschlossen sind Arbeiten aus Mitarbeiter-, Verbands-
oder Kundenblättern ebenso wie Radioreportagen.

Eine Liste der Länder, aus denen für den n-ost Reportagepreis berichtet
werden kann, finden Sie unter www.n-ost.de/reportagepreis. Die Reportage
kann zum Teil in Deutschland, Österreich oder der Schweiz spielen. Im
Zentrum muss jedoch ein Land Mittel-, Ost- oder Südosteuropas bzw. ein
mit diesem Land verbundenes Thema stehen und eine weitergehende
Recherche in Osteuropa stattgefunden haben.

Eigenbewerbung:
Jede Bewerberin/jeder Bewerber kann einen Artikel einreichen. Gewertet
werden nur solche Beiträge, die jeweils in siebenfacher Ausfertigung
(DIN A4-Kopien) als Manuskript (siehe www.n-ost.de/reportagepreis) OHNE
ANGABE VON AUTOR/IN UND MEDIUM, aber mit Erscheinungsdatum und einmal
als Originalabdruck, bei Internetbeitrag mit Verweis auf die Fundstelle,
eingereicht werden. Die Bewerbung muss neben einem kurzen Anschreiben
(max. eine halbe DIN A4 Seite) mit den Gründen für die Bewerbung einen
tabellarischen Lebenslauf sowie das ausgefüllte Teilnahmeformular der/s
Bewerbers/in enthalten.

Nominierung:
Es können auch Reportagen nominiert werden. Gewertet werden nur solche
Beiträge, die jeweils in siebenfacher Ausfertigung (DIN A4-Kopien) als
Manuskript (siehe www.nost.de/reportagepreis) OHNE ANGABE VON AUTOR/IN
UND MEDIUM, aber mit Erscheinungsdatum und einmal als Originalabdruck,
bei Internetbeitrag mit Verweis auf die Fundstelle, eingereicht werden.
Jeder Vorschlag muss eine kurze Begründung (max. eine halbe DIN A4
Seite) für die Nominierung sowie das ausgefüllte Kontaktformular der/s
Einreichenden enthalten.

Nur in dieser Form eingereichte Arbeiten werden berücksichtigt. Die
Unterlagen sind lose (ohne Klammern und Folien) an folgende Adresse zu
schicken:

n-ost – Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung
Stichwort n-ost Reportagepreis
Neuenburger Str. 17
10969 Berlin

EINSENDESCHLUSS: 15. April 2009, ES GILT DAS DATUM DES POSTSTEMPELS.

Das Urheberrecht liegt bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern. n-ost
ist im Falle einer Prämierung zur Veröffentlichung des Beitrags
berechtigt. Falschangaben führen zum Ausschluss und zur Aberkennung
eventuell verliehener Preise. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Mitglieder des Vorstands und der Geschäftsstelle sind von der Teilnahme
ausgeschlossen.

KONTAKT

Wenn Sie weitere Fragen haben, können Sie sich gerne an uns wenden:
n-ost – Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung
Neuenburger Straße 17
D-10969 Berlin
Tel. + 49 (0)30/259 32 83 – 0
reportagepreis@n-ost.de

Ansprechpartner:
Christina Hebel, Vorstandsvorsitzende
Matthias Echterhagen, Geschäftsführer
Ulrike Gruska, Redakteurin

Trauer um Timken?

Wer ist William Timken? Oder vielleicht sollte man besser fragen: Wer war William Timken? Macht wirklich nichts, wenn man keine Antwort weiß. Er war zwar auch der Botschafter der USA in Berlin, aber in erster Linie Bushs Mann in Deutschland. Den Posten hatte der Kugellagerfabrikant durch eine dicke Wahlkampfspende direkt von Präsident George W. Bush bekommen.

Timken kehrt jetzt in die USA zurück und hat sich bitter in den Medien darüber beschwert, dass die Deutschen, die Europäer und eigentlich alle anderen auch so einseitig über Bush dächten. Glaubt man dem Handelsblatt, dann stellt Timkens Weggang keinen Verlust dar. Im Übrigen: Der Mann sprach angeblich kein Wort Deutsch.